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fbÄ Forum » artikelkritik » stadtumbau » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
12.02.2007, 15:13 Uhr
graf von monte christo
Administrator


ein sozialer skandal in freiberg, ohne frage, hier wird auf dem rücken alter und schwacher menschen, profit gemacht. das stadtbild wird von der möglichkeit fördermittel zu erhaschen bestimmt. unglaublich!
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001
16.02.2007, 00:49 Uhr
~~~miethai



das ist ja nen ding, was ihr da aufgetan habt. die stadteigene wohnungsbaugesellschaft will die alten leute rausschmeißen bzw. umquartieren. geht das denn überhaupt? da müssen wir was tun!
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002
22.02.2007, 16:05 Uhr
~~~oma daisy



wir alten leute wissen uns auch zu wehren! aber ihr könnt trotzdem zur mahnwache am 16. märz um 16.30 uhr in die kurt handwerk straße 2 kommen. seid herzlich willkommen
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003
07.03.2007, 22:55 Uhr
graf von monte christo
Administrator


Dokumentation
AUFRUF ZUR MAHNWACHE GEGEN ABRISSWAHNSINN IN FREIBERG AM 16. März 17.30 Kurt Handwerkstr. 2

Hände weg von der Kurt Handwerkstraße 2 und der Hornstraße 18!

Uns hat die Courage beeindruckt, mit der sich die BewohnerInnen von der Kurt Handwerk Straße 2 gegen die willkürlichen und unsozialen Maßnahmen ihres Vermieters, der SWG, zu Wehr setzen und ihren Widerstand z.B. in der Ratssitzung am 2. Februar zum Ausdruck gebracht haben. Wir haben erlebt, wie sie sich in einem Gespräch am 9.Februar mit den Verantwortlichen der SWG, der Stadtverwaltung und dem Stadtrat nicht haben einlullen lassen. Macht weiter so! Stay rude, stay rebel!
Wir sind junge Leute aus Freiberg, die auch ihre eigenen Vorstellungen von schöner und besser Wohnen und Leben haben und wir haben nicht vergessen, wie uns die Stadt unsere Jugendtreffs im Schloss und im Münzbachtal (Barrikade) genommen hat.
Wir wollen die alten und mutigen Menschen in ihrem Widerstand nicht alleine lassen! Deswegen rufen wir zu einer Mahnwache am 16. März ab 17.30 Uhr in Friedeburg vor dem Block „altersgerechtes Wohnen“ auf.
Wir fordern den Stop des Abrisswahnsinns in Freiberg ! Hört auf damit, alte gebrechliche Leute aus ihren Wohnquartieren zu vertreiben! Niemand glaubt eurer Propaganda: ihr versprecht den Abriss von leerstehendem, sanierungsbedürftigem Wohnraum, wovon es in Freiberg wahrlich genug häßliche Beispiele gibt, aber ihr wollt den Leerstand künstlich erzwingen, indem ihr Menschen mit Psychoterror aus ihrem Zuhause jagt, um dann Millionen Fördergelder dafür zu kassieren. Ein solches Verhalten kannten wir bisher nur von kapitalen Miethaien.
Wir fordern die Stadt und die SWG auf, eine komplette Abrissliste aller dafür vorgesehenen Projekte zu erstellen und darüber Auskunft zu geben, was nach dem Abriss mit den der öffentlichen Hand (also uns allen!) gehörenden Grundstücken tatsächlich passiert. Wir haben keinen Bock mehr auf krumme Deals und dunkle Geschäfte (Darmstadt) auf Kosten der Armen und Schwachen! Der Stadtrat soll seinen Abrissbeschluss zurücknehmen!


FreibÄrger Jugendinitiative „Buntes Leben“
Antifa Freiberg
Junge Linke Freiberg

V.i.S.d.P: Christina Ehlig c/0 Studentenrat Akademiestr. 6, 09599 Freiberg
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004
07.03.2007, 22:56 Uhr
graf von monte christo
Administrator


Sozialskandal in Freiberg/Sachsen

Alle wissen es und diskutieren, suchen nach Lösungen: Deutschland wird älter !
Das Problem hat allerdings Freibergs Stadtväter noch nicht erreicht. Wo verantwortungsvolle Politiker und Kommunen sich dieser Aufgabe stellen und versuchen, den altersgerechten Wohnungsbestand zu erhöhen, beschließen die Stadträte in Freiberg:
Wir reißen 331 altersgerechte Wohnungen ab. Ein Anteil von sage und schreibe 30 % der insgesamt geplanten 1000 Abrisswohnungen im Stadt-Umbau.
Dummheit? Verantwortungslosigkeit? Oder steckt Profitgier dahinter?
Kurze Erläuterung: Den Abriß von 1000 Wohnungen muß man angeblich vollziehen.
Ein unseliger Deal mit dem Bauverein Darmstadt - quasi ein Scheinverkauf zum Altschuldenabbau – mit Rückkaufpflicht, führte nach Prozessen fast zur Insolvenz der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG). Aber Vergleich: Abgabe von 49 % des Kapitals und endlose totale Gewinnabführung an die Darmstädter. Und die interessiert nur die Eintreibung des Geldes. Bei der krampfhaften Suche nach Abrißwohnungen – das Ziel 1000 war noch nicht erreicht – wurde das dünnste und schwächste Brett gesucht: Altersgerechte Wohnblöcke mit zu viel Aufwand für Reparatur und Modernisierung- wie sie sagen, der sich nicht mehr rechne! Und vorerst über 60 nunmehr noch über 50 alte( 80 Jahre und älter), kranke und blinde d.h. behinderte Bürger, die sich nicht wehren können- sagen wir.
Dazu gehört z.B. das altersgerechte Haus Kurt-Handwerstraße 2, Erstbezug1989- weiß Gott nicht abbruchreif. Es hat zwei Fahrstühle, einen Gemeinschaftsraum mit Küche, Schwesternstation der Betreuungsfirma, Friseurhausbesuch, Nottelefone, und vieles mehr. Aber das wichtigste: Es hat eine in 15 Jahren gewachsene Hausgemeinschaft, die sich gegenseitig hilft, sich zum Kaffee trifft und ein vertrautes Umfeld bietet, in dem sich besonders die sehbehinderten Bürger zurecht finden. Und nebenan ist ein großes Pflegeheim, wo man essen gehen kann in einer Umgebung nicht weit vom Stadtwald – für einige zum Spaziergang und behinderte zum angenehmen Anblick aus dem Fenster.
Die Mieten sind erschwinglich. Die Bewohner fühlen sich rundum wohl bis, ja, bis der unmögliche Stadtratsbeschluß sie zum Freiwild für Auszieh-Bedrängungsgespräche durch die SWG macht und sich häufende Drängschreiben keinen mehr ruhig schlafen lässt! Das macht sie krank! Geht man so mit alten Menschen um? Können die Stadträte und Manager der SWG sich überhaupt vorstellen, welchen psychischen Terror sie veranstalten mit Menschen, die natürlich altersbedingt das alles sehr, sehr schwer nehmen? Aus dem vertrauten Umfeld – ja Stadtgebiet – will man sie rausreißen und in andere Häuser wie Kisten einstapeln, wo Wohnungen nicht belegt sind und keine Miete bringen. Keiner will dorthin. Als tolles Angebot serviert man Parterrewohnungen – die unbeliebteste Wohnungsart, für die alten Leutchen wohl gerade recht. Der Sohn eines rollstuhlabhängigen Vaters bekommt sogar als Ausweich .....nichts ...angeboten . Empört über soviel Rücksichtslosigkeit und Frechheit berichtet er das der Hausgemeinschaft. Wird der Abriß auch „rücksichtsvoll“ damit begründet, notwendige Modernisierungen für ein modernes Wohnen in dem Haus würde die Miete wachsen lassen, was sowieso keiner der Mieter bezahlen könne, so wird verschwiegen, dass die Ersatzwohnungen ja wohl nicht zu den günstigen Mietpreisen zu haben ist, wie die alten.
Dabei wollen die Leute keine modernen Modernisierungen, kein gekacheltes Bad oder anderen Luxus: Sie sind zufrieden. Mit Hilfe der Kinder oder von Freunden haben sie sich in ihrer Wohnung schön eingerichtet und teilweise viel Geld ausgegeben. Allerdings haben sie ein Recht auf Reparaturen, die zur Zeit vielfach auf sich warten lassen. So sind in den Fluren noch die Tapeten des Baujahrs 1989 – will man das Haus absichtlich runterludern lassen, damit man Argumente für den „notwendigen“ nicht lohnenden Aufwand hat? Eine undichte Fensterecke muß natürlich repariert werden, deswegen muß man nicht alle Fenster erneuern. Und die Krone des ganzen: Es gab sogar ein Kaufangebot einer Firma, die dem Haus eine sanfte Sanierung angedeihen lassen und den Betreuungsdienst weiter ausbauen wollte. Abgelehnt!!!! Stur wird argumentiert: Das Haus muß wegen der Vorgabe „1000 Wohnungen“ abgerissen werden. Die Steuerzahler sollen um die erforderlichen Fördermittel des Freistaates erleichtert werden. Die wurden erst nicht genehmigt, weil kein aussagefähiges Stadtentwicklungskonzept vorläge. Nun werden sie wohl genehmigt, wenn die Stadt dieses nachreiche! Wer genehmigt hier im Freistaat Fördermittel ohne ausreichende Entscheidungsgrundlage zum Terror gegen alte behinderte Menschen und Profitbefriedigung? Hier sollte gründlichst von der Staatsregierung (Innenministerium) nachgewaschen werden, denn „eine Brücke freigeben und hinterher den Stempel der Tragfähigkeit nachreichen“- das kann doch nicht sein!? Und kann eine Staatsregierung dulden, dass eine Stadt nichts für die Lösung der Bereitstellung altersgerechten Wohnraumes in unserer älter werdenden Bevölkerungsstruktur tut? Nicht nur nichts, sondern das Gegenteil: Unsinniger in diesem Fall unmenschlicher Abriß vorhandener Lösungen d.h. altersgerechter Wohnungen gegen die Erfordernisse der Zeit???
Doch der örtliche und überregionale Widerstand wächst. Das „Wir lassen uns nicht rausschmeißen, wir ziehen nicht um, wir haben unsere größeren Wohnungen aufgegeben, um hier unseren Lebensabend zu verbringen...“ findet immer mehr unterstützende Verbände, Organisationen und Persönlichkeiten, wie das Beispiel des mit dem Bürgerpreis der Stadt 2007 ausgezeichneten und hochgeachteten Gottfried von Herder beweist.
Helfen auch Sie!

Dr. Klaus-Dieter Mund
Deutscher Mieterbund
Mieterverein Freiberg
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005
08.03.2007, 00:56 Uhr
~~~paulinchen



oweia,
frau oberbürgermeisterin will sich nicht "kampagnen oder verbreiteten fehlinformationen beugen", wenn sie sich da mal nicht ins eigene fleisch schneidet, aber lest selbst das neueste aus dem AMTSBLATT

Stadtrat steht zum Stadtumbau


Keine Sonderregelung für Kurt-Handwerkstr: 2 - Sozialplan wird ernst genommen



Mit einem eindeutigen Votum bekannten sich alle Fraktionen des Freiberger Stadtrates erneut zu den bereits getroffenen Beschlüssen zur zielgerichteten Umsetzung des notwendigen Stadtumbaus in Freiberg, wie sie auf ihrer jüngsten Zusammenkunft in der vergangenen Woche bekräftigten. „Auch ich pflichte der Einigkeit und Entschlossenheit des Stadtrates, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit der SWG weiter zu beschreiten, bei. Wir befinden uns mit den zuständigen Ministerien im vollen Einvernehmen", betonte Freibergs Stadtoberhaupt, Dr. Uta Rensch. Niemand werde sich Kampagnen oder verbreiteten Fehlinformationen beugen. „Das beschlossene Stadtentwicklungskonzept ist richtungsweisend und stellt die Weichen für eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Stadt zum Wohle aller Generationen".

Mit größtem Verständnis für die persönlichen Sorgen und Nöte besonders älterer Menschen wurden alle Entscheidungen im Stadtumbauprozess abgewogen. Sowohl die Stadt Freiberg als auch die SWG nehmen die sozialen Aufgaben und Verpflichtungen sehr ernst. Das beweist der eigens für den Stadtumbau verabschiedete Sozialplan. Dieser sichert allen betroffenen Mietern eine zeitgemäße Wohnung und umfassende Betreuung und Begleitung beim Umzug zu. Wie weit dieses Angebot angenommen wird, liegt im Ermessen jedes Einzelnen. Bedacht wurde hierbei auch der soziale Zusammenhalt der Mieter: Es ist durchaus möglich, dass mehrere Mieterinnen und Mieter in ein und dasselbe Haus umziehen und sich so ihr soziales Umfeld erhalten können. Über die Einhaltung und Umsetzung des Sozialplans steht die SWG in ständigem Kontakt zu Stadtrat und Verwaltung.

Denn, dass umgezogen werden muss, steht fest. Lange wurde nach Alternativmöglichkeiten gesucht, sind verschiedene Stadtumbauvarianten und finanzierbare Konzepte zur Sanierung geprüft worden. Keines erfüllte den Anspruch, zukünftig den Bedürfnissen der Menschen nach attraktivem Wohnraum und bezahlbarem Wohnen gerecht zu werden. Deshalb ist das Gebäude Kurt-Handwerk-Straße 2 eines von 101 Gebäuden, die rückgebaut werden. Außerdem gibt es für Ältere Alternativmöglichkeiten in der Stadt Freiberg: Durch entsprechende Beschlüsse des Stadtrates wurden gerade im Hinblick auch auf die demografische Entwicklung, Maßnahmen unterschiedlicher Träger des betreuten- und altersgerechten Wohnens unterstützt.

Betroffen vom Stadtumbau sind mitnichten jedoch nur ältere Freiberger, da beim Stadtumbauprogramm schwerpunktmäßig gerade nicht so genannte altersgerechte Wohnungen zurückbaut werden. „Wir haben den Anspruch, unseren Mietern auch zukünftig ein sicheres, gut betreutes und bezahlbares Wohnen in Freiberg zu bieten", versichert Marcel Sonntag, Geschäftsführer der SWG. „Deshalb führen wir persönliche Gespräche mit den Betroffenen. Noch bleibt uns allen genügend Zeit, um bis 2008 ohne Zeitdruck Alternativangebote für die betroffenen Mieter zu finden."



Aus: Amtsblatt der Stadt Freiberg, Nr. 5 vom 7.03.2007, S. 1
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006
09.03.2007, 08:00 Uhr
~~~paula



nun wird das kapitalvebrechen an den bewohnerInnen der Kurt-Handwerk Str. 2 zum Dauerbrenner in der Freien Presse, dabei hätte die schon vor Jahresfrist sich kritisch äußern können - nun geben ratsmiglieder öffentlich zu, sich nicht so richtig informiert zu haben über das, worüber sie abgestimmt haben. was sind schon ältere Mensche wert, wenn es um Profit geht... lest selbst und öffnet eure augen und herzen

Protest gegen Abrisspläne wird gebündelt

Auf Initiative des Mietervereines entsteht ein Netzwerk - Mitstreiter verabschieden Resolution
Von Kerstin Blossey
Freiberg. Der Protest gegen den geplanten Abriss von 331 altersgerechten Wohnungen im Zuge des Freiberger Stadtumbaus soll jetzt in einem Netzwerk gebündelt werden. Auf Initiative des Mietervereins kamen gestern Vertreter sozialer Gruppen, von Verbänden, Organisationen, Abgeordnete sowie Privatpersonen zusammen, um gemeinsam weitere Schritte zu diskutieren.
Als Ergebnis wurde eine Resolution verabschiedet, in der die Versammelten an Stadtrat, Verwaltung und Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) appellieren, umgehend perspektivische Konzepte zur Wohnraumversorgung zu erarbeiten. Dabei sollten nicht nur Pflegeheimkapazitäten bedacht, sondern besonders der steigende Bedarf an altersgerechten, kleinen und bezahlbaren Wohnungen berücksichtigt werden. "Die meisten älteren Bürger favorisieren im Alter das Wohnen in den eigenen vier Wänden", erklärte der Vorsitzende des Mietervereines, Klaus-Dieter Mund.
In der angeregten Debatte meldete sich auch Elke Altmann zu Wort, die als Stadträtin (PDS/Linke) dem Konzept zum Stadtumbau im November 2005 ebenfalls zugestimmt hatte. Sie räumte ein, dass sich die wenigsten Abgeordneten intensiv mit den zum Abriss vorgesehenen Gebäuden befasst hätten. Es gebe jedoch die Möglichkeit, den Beschluss nochmals auf die Tagesordnung zu bringen und neu darüber zu befinden. Voraussetzung sei, dass sich mindestens sieben Abgeordnete finden, die dieses Ansinnen unterstützen. CDU-Stadtrat Heinrich Douffet (CDU) signalisierte dabei Unterstützung.
SPD-Landtagsabgeordnete Simone Raatz sieht das Grundübel in einem fehlenden "ordentlichen" Stadtentwicklungskonzept. Erst als die Stadtverwaltung die Fördermittel zum Abriss beantragt hatte, "ist schnell eins zusammengeschustert worden", sagte sie. Auf Grund des Bevölkerungsrückgangs stehe der Abriss von Wohnraum an sich nicht zur Disposition. Auch gebe es aus wirtschaftlicher Sicht keinen anderen Weg, als unsanierte Häuser abzureißen: "Wer sanierte Objekte zurückbaut, bekommt kein Geld für den Abriss und muss schlimmstenfalls sogar jene Fördermittel zurückzahlen, die er für die Sanierung bekommen hat", stellte die Politikerin klar. Die Verwaltung müsste sich schleunigst Gedanken darüber machen, wie und wo ältere Menschen in Zukunft leben möchten und dies in ein städtebauliches Entwicklungskonzept einbringen. Dem gestern ebenfalls geäußerten Ansinnen eines Bürgerentscheides gab Raatz aber wenig Aussicht auf Erfolg. "Unsere Abgeordneten müssen sich mit den Menschen beschäftigen", forderte Gottfried von Herder, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes im Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH). Sonst sei der Stadtumbau nicht die letzte Katastrophe in der Stadt. Mietervereinschef Mund bescheinigte den Betroffenen, allen voran den Mietern der Kurt-Handwerk-Straße 2, viel erreicht zu haben: "Sie haben sich ihrem Schicksal nicht ergeben, sondern laut protestiert." Für ältere Menschen sei dieser Kraftakt hoch zu bewerten.
Information
Am 16. März, 17.30 Uhr, findet eine Mahnwache an der Kurt-Handwerk-Straße 2 statt.
Freie Presse, Freiberger Zeitung, Freitag, den 09. März 2007, S. 11
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